

Eine Spezialität der AGK ist die individuelle Konfektionierung flexibler Isolierung. Hitzschutzgewebe können miteinander vernäht werden und auch mit zusätzlicher Isolierung versehen werden. Für
Sensoren und Kabel können Löcher und Aussparungen vorgesehen werden. Als Befestigung bieten wir Schnallen, Klettverschlüsse und andere Möglichkeiten der Befestigung. Zumeist werden beim Konfektionieren von textilen Isolierungen beschichtete Gewebe eingesetzt. Diese haben den Vorteil, dass sie bei der Verarbeitung weniger Ausfransen, an den direkten Kontaktstellen mit heissen Oberflächen wird dagegen nur eine stuhlrohe Qualität eingesetzt. Zum Vernähen wird grundsätzlich ein Aramidgarn verwendet, da dieses die beste Zugfestigkeit beim Nähen vorweist.
Selbst die Isolierung von Eisenbahnschienen ist möglich. In diesem Projekt wurde das schockartige Abkühlen nach dem Schweissen verhindert. Besonders im Winter, kann die Abkühlrate besser kontrolliert werden.
Wir konfektionieren und nähen für Sie Schweißvorhänge, Formteile nach Zeichnung oder Angabe.
Einsatzgebiete:
Bis auf wenige Ausnahmen werden technische Isoliertextilien auf Industrienähmaschinen und ähnlichen Textilmaschinen weiterverarbeitet. Zum Vernähen kommt ein edelstahlverstärkter Aramidzwirn oder eine edelstahlverstärkter Twaronzwirn zum Einsatz. Letzterer hat eine Temperaturbeständigkeit über 500°C. Glasgarne werden von der Näherei nicht so gerne verwendet, da sie auf den Nähmaschinen langsamer laufen müssen.
Wichtig beim Vernähen ist auch das Versäubern der Schnittkanten, auch als Ketteln bezeichnet, bei dem die Schnittkante eingefasst wird. Neben der Kettelmaschine, kann dies auch mit einer Overlockmaschine erfolgen. Teilweise kann eine 4-fädige Naht genutzt werden.
Eine der einfachsten Befestigungsvarianten ist das Aufhängen an Ösen. Durch die Ösen können Stangen oder Stahlseile gezogen werden oder die Ösen können über bestehende Haken gehängt werden. Die Anzahl der Ösen sollte aber auf das Gesamtgewicht des Isolierproduktes abgestimmt werden, so dass man pro Öse eine vernünftige Zuglastverteilung hat, um ein Ausreissen zu verhindern.
Auch Stecktaschen bieten eine vernünftige Befestigung, wenn Sie über andere Bauteile gezogen werden können. Hier hat man den Vorteil, dass es sich um das identische Material handelt mit dem auch die gesamte Isolierung ausgeführt ist. Die Materialnachteile der anderen Befestigungssystem entfallen, allerdings ist diese Art der Befestigung starr und nicht variabel, so dass die Einstecklaschen von Beginn an passen müssen.
Klettverschlüsse sind die schnellste Variante der Befestigung von thermischen Textilien. Da sie nicht temperaturfest sind, werden sie immer an der Aussenseite angebracht. Ggf. muss dafür auch das Design der Isolierung geändert werden.
Hochtemperaturbeständige Klettverschlüsse sind sind bedauerlicherweise sehr teuer und meist nicht wirtschaftlich.
Die Befestigung von konfektionierten Isolierbauteilen mit Schnallen ist eine temperaturfeste und verschleissarme Variante. Die Schnallen aus Stahl sind temperaturfest, allerdings werden sie ggf. auch heiss. Im Gegensatz zu Klettverschlüssen, die mit der Zeit - durch häufiges Öffnen - an Haltefestigkeit verlieren, sind Verschlussschnallen für regelmäßigen Wechsel gut geeignet. Zusätzlich kann man diese Art der Befestigung, "fester" Anziehen.
Die Metallschnallen sind grundsätzlich magnetisch, so dass bei Induktionsanlagen eine Einschätzung vorgenommen werden muss, ob diese erwärmt würden und man eine andere Befestigungsart wählen müsste.
Die Langlochösen/Ovalösen werden in das Textil eingeschlagen und bilden damit eine sehr feste Verbindung. Trotzdem sollte man eine ausreichende Anzahl vorsehen, damit eine gleichmäßige Lastverteilung gegeben ist. Der Knebelverschluss kann ebenfalls im Textil fixiert werden, angeschraubt werden oder angeschweisst werden. Der Drehverschluss verriegelt dann das Langloch und der Vorhang ist fixiert. Es gibt sie in verschiedenen Größen.
Da die Drehwirbel aus Metall sind, eignen sie sich sehr gut für Bereiche mit hoher Hitzestrahlung oder gar Funkenflug.
